Archiv für den Monat: Juni 2016

Cambridge gegen Brexit

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 29. Juni 2016. Dass uns unsere Partnerstadt Cambridge erhalten bleibt, war eigentlich unstrittig. Warum sollten die englischen Städte nun ob des bevorstehenden Austrittes aus der EU alle Bande zum europäischen Festland kappen? Wie zu erwarten war, hat die deutliche Mehrheit in Cambridge auch gegen den EU-Austritt gestimmt. Denn auch wenn die EU massive Konstruktionsfehler aufweist und sich in ihrer Abstraktheit immer mehr zur Projektionsfläche zunehmender Unzufriedenheit entwickelt, ihre Abschaffung und die damit verbundene Rückkehr ins Nationale kann nicht die Antwort auf die drängenden Probleme unserer Zeit sein. Klar ist, das Abstimmungsergebnis in Großbritannien war ein Sieg rechter Demagogen und – nach dem äußerst knappen Ergebnis der Präsidentenwahl in Österreich – ein alarmierendes Warnsignal.

Geht es beim „Sexshop“ um das Kindeswohl?

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 22. Juni 2016. Im Einkaufszentrum des Emmertsgrunder „Forum“ eröffnete ein neuer Dessous-Laden, der so manches Gemüt erregt. Die Nähe des sogar als „Sexshop“ beschimpften Ladens zu einer Grundschule gefährde gar das Wohl der Kinder. Wir fragen uns, was das Kindeswohl mehr gefährdet: Ein Dessous-Laden oder die soziale Benachteiligung von Kindern im Stadtteil mit der höchsten Kinderarmut, die in Heidelberg weit weniger Empörung hervorruft? Unsere Fraktion Linke & Piraten wird weiter gegen soziale Ungleichheit kämpfen. Spießigen Moralvorstellungen von vorgestern erteilen wir dagegen eine Absage. Erst recht, wenn sie derart scheinheilig sind und das Wohl von Kindern nicht an ihren wirklichen Bedürfnissen messen.

Menschenkette gegen Drohnenkrieg

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 15. Juni 2016. Über 5.000 Menschen protestierten am 11. Juni mit einer Menschenkette am US-Militärstützpunkt Ramstein gegen Angriffskriege, insbesondere gegen von hier gesteuerte Drohnenkriege. Das Friedensbündnis Heidelberg hatte zur Teilnahme an dieser Aktion aufgerufen. Trotz schlechter Wetterprognosen beteiligten sich hierzu auch über 50 Heidelberger Bürgerinnen und Bürger. Darunter auch die beiden Gemeinderäte der LINKEN.

Die Beendigung von Kriegen und der Verbot von Rüstungsexporten sind für uns wichtige Ziele. Nur wenn es gelingt diese Ziele umzusetzen, können auch die weltweiten Flüchtlingsströme verringert werden. Kommunalpolitisches Engagement für eine humanere Flüchtlingsunterbringung muss mit einer Bekämpfung der Fluchtursachen verknüpft werden.

Rammstein

„Ferien nach der Flucht“ unterstützen!

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 14. Juni 2016. Kinder- und Jugendfreizeiten dürfen kein Luxus für Vermögende sondern müssen für alle Menschen leistbar sein. Für zahlreiche Kinder von Geflüchteten ist der Ausflug ins Grüne schlicht unbezahlbar. Damit das anders ist, sammelt derzeit die Aktion „Ferien auf der Flucht“, ein Zusammenschluss aus ver.di, DGB, Caritas, Diakonie, DRK und Erziehungshilfe im Raum ‪‎Mannheim‬, ‪‎Heidelberg‬ und ‎Ludwigshafen‬.
Die beiden LINKE-Gemeinderatsmitglieder Sahra Mirow und Bernd Zieger unterstützen diesen wichtigen Aufruf mit insgesamt 200 Euro.
Infos und Spendenkonto finden Sie hier: rhein-neckar.verdi.de

Mit Mut auf Tour

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 8. Juni 2016. Letzten Samstag startete die Mut-Tour in Heidelberg. Auf dem Fahrrad geht es nach Bremen, das Ziel: Bewusstsein schaffen für eine Erkrankung, die noch immer zu wenig Beachtung findet, die Depression. Negativerlebnisse, Stress, Leistungszwang – die Gründe sind vielfältig, die Behandlungsformen leider nicht. In einer Welt, die immer mehr Druck auf das Individuum entfaltet, nimmt auch die Zahl der Betroffenen weiter zu.
Das ist einer der Gründe, warum für uns gute Lebens- und Arbeitsbedingungen im Fokus stehen. Wohnungsnot, Leih- und Zeitarbeit und Sanktionen des Jobcenters führen zu Dauerstress und Existenzangst. Dem gilt es entgegenzutreten, ebenso wie der Stigmatisierung der Depression.
Die Mut-Tour und die Unterstützung des Beirats von Menschen mit Behinderung sind hier deswegen ein wichtiger Beitrag.