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Herrengarten
Das Café Schafheutle mit Blick auf den Rest des einstigen Herrengartens auf einer alten Postkarte

Erhalt des Providenzgartens

Unsere Stimme im Stadtblatt – von Alexander Schestag

In der RNZ vom Samstag wird diskutiert, ob der nach dem Abriss zweier Gebäude wieder zugängliche Providenzgarten als Grünfläche erhalten bleiben soll. Die Fraktion DIE LINKE/PIRATEN würde den Erhalt begrüßen, weil es in der Innenstadt sehr wenige Grünflächen gibt, die die Bürgerinnen und Bürger als Erholungsort nutzen können. Uns ist bewusst, dass es allein der evangelischen Kirche obliegt, was sie mit dem Areal macht. Wir appellieren daher an die Kirche in Erwägung zu ziehen, ob das Zugänglichmachen des Gartens für die Menschen in Heidelberg nicht eher einem Dienst am Menschen entspräche, dem sich die Kirchen verpflichtet sehen, als eine Bebauung. Ein Ort, der zur Muße und Kontemplation einlädt, wäre unseres Erachtens im Sinne der Kirche.

Die Diskussion in der RNZ:
1: https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-die-chance-ein-park-fuer-die-altstadt-_arid,380220.html
2: https://www.rnz.de/…eine-reminiszenz-an-den-ehemaligen-herrengarten-waere-sehr-erfreulich-_arid,380221.html

Altstadt

Die Altstadt gehört uns!

„Die Altstadt muss weiter allen, auch Jugendlichen, gehören. Wir lassen uns nicht unsere Jugend- und Nachtkultur kaputt machen!“, so Lars Eppinger, Mitglied der Linksjugend [’solid] Heidelberg, zur geplanten Verlängerung der Sperrzeiten in der Heidelberger Altstadt: ,,Mit der Verlängerung der Sperrzeiten nimmt man Jugenkultur den Raum zur Entfaltung. Daher spricht sich die Linksjugend [’solid] Heidelberg ganz klar gegen die geplante Verlängerung aus.“

Das Nachtleben gehört zu Heidelberg wie das Schloss. Dies wissen alle, die einmal die Heidelberger Altstadt besucht haben. Kneipe neben Kneipe, Club an Club. Wer sich Tags in der Uni beim Lernen abmüht, kann so abends schön durch das bunte und vielfältige Nachtleben ziehen und zusammen mit FreundInnen die wunderschöne Atmosphäre genießen. Derzeit ist damit werktags um 3 Uhr und am Wochenende um 5 Uhr Schluss – dann müssen die Kneipen und Clubs dichtmachen.
So gibt es die Landesregierung in Baden-Württemberg leider vor. Aufgrund einer Beschwerde weniger AnwohnerInnen soll dies allerdings in Zukunft anders aussehen. So soll die Altstadt bereits um 1 Uhr werktags und 3 Uhr am Wochenende dicht sein. ,,Es
sollte jedem klar sein, auf was man sich einlässt wenn man in die Altstadt einer der ältesten Universitätsstädte Europas zieht“, argumentiert Eppinger weiter: ,,Die Sperrzeiten zu verkürzen, hätte letztlich nur den Effekt, dass größere Menschenmassen viel
eher aus den Bars müssten und der Geräuschpegel gegen 1 Uhr schlicht höher wäre. Damit würde sich die Situation tendenziell eher verschlechtern.“

Auch der Heidelberger Jugendgemeinderat entschied sich am 29.11. mehrheitlich gegen die neue Regelung. Yannick Scharf, Mitglied des Jugendgemeinderates, zeigt sich froh über die Entscheidung: „Der Beschluss des Jugendgemeinderates war ein sehr wichtiges Signal, das zeigte, dass sich das Gremium für die Interessen der Jugendlichen einsetzt und dabei auch den Mut hat, sich gegen Vorlagen der Stadt zu stellen. Ich hoffe, dass jetzt auch der Gemeinderat erkennt, wie viele Gründe gegen verschärfte Sperrzeiten sprechen und sich nicht dem Druck einzelner Verbände und InteressensvertreterInnen beugt. Eine Einführung verschärfter Sperrzeiten hätte fatale Folgen für die Heidelberger Kultur und wäre ein Schritt hin zu einer restriktiven Stadtgesellschaft“.

Die Linksjugend [’solid] Heidelberg schließt sich dieser Positionierung vollstens an und hofft, dass sich der Heidelberger Gemeinderat die Anliegen von Jugendlichen zu Herzen nimmt und eine Entscheidung zugunsten der städtischen Kultur trifft.

Verlust für die Altstadt

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 9. Dezember 2015. In der kommenden Gemeinderatssitzung wird auch darüber abgestimmt, ob das Karlstorkino nun mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof gemeinsam in die Südstadt umziehen muss. Das Medienforum e.V. als Betreiber des Kinos hatte sich klar für den Verbleib am jetzigen Standort ausgesprochen, ebenso wie der Bezirksbeirat Altstadt. Fast 5000 Unterschriften wurden gesammelt, um den Umzug zu verhindern.
Für unsere Fraktion ist das ein wichtiges Signal und wir setzen uns dafür ein, dass der soziokulturell bedeutende Standort am Karlstorbahnhof erhalten bleibt. Gerade für jüngere Menschen ist das Freizeitangebot in der Altstadt, abgesehen von den vielen Kneipen, überschaubar. Ich hoffe deswegen sehr, dass der Gemeinderat sich Donnerstag gegen diese Verlagerung aussprechen wird.