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Karlstorbahnhof

Karlstorbahnhof-Gebäude als Kulturstandort erhalten

Presseerklärung von DIE LINKE/PIRATEN im Heidelberger Gemeinderat

Das Gebäude des Karlstorbahnhofs müsse für eine lebendige Jugendkultur erhalten werden, fordert die Gemeinderatsfraktion aus Linken und Piraten. Sie erteilt damit Plänen, den Standort künftig als Bürofläche für städtische Ämter zu nutzen, eine klare Absage.

„Heidelberg ist reich an Kultur, aber nicht an Kulturangeboten für jungen Menschen“, so Fraktionsvorsitzende Sahra Mirow. Die Stadt decke den Bedarf einer Universitätsstadt nicht ab, führt Mirow weiter aus. „Das Clubsterben der vergangenen Jahre verschärft das Problem. Im Stadtzentrum bleibt spätestens mit dem Umzug des Karlstorbahnhofs oft nur die Untere Straße oder die Neckarwiese zum feiern übrig“, ergänzt Mirow.

Stadtratskollege Bernd Zieger sieht einen Zusammenhang zwischen dem Lärmproblem in und um die Untere Straße und dem Defizit an Feiermöglichkeiten: „Wo sollen die jungen Leute denn zum Feiern noch hin? Es ist doch klar, dass sich zunehmend alles auf die wenigen verbliebenen Standorte konzentriert“, führt Zieger aus. Lärmschutz erreiche man nicht durch eine weitere Aufstockung des kommunalen Ordnungsdienstes, sondern durch bezahlbare und gut erreichbare Alternativen, so Zieger weiter.

Die Gemeinderäte fordern, aufgrund der Ausstattung des Gebäudes die Chance zu ergreifen, um der seit über 20 Jahren geforderten Jugendhalle ein Dach zu geben oder alternativ ein neues Zuhause für das Autonomes Zentrum zu finden.

Zugleich fordert die Fraktion aus Linke und Piraten, dem Wunsch des Vereins Medienforum zu entsprechen, und das Angebot des Karlstorkino auch an seinem traditionellen Standort zu belassen. „So sehr wir kulturelle Angebote für alle Stadtteile begrüßen, um so wichtiger ist es, zentral in der Altstadt auch ein kommunales Kino zu haben – vor allem, wenn es sich seit 25 Jahren etabliert hat“, so Stadtrat Alexander Schestag.

 

Verlust für die Altstadt

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 9. Dezember 2015. In der kommenden Gemeinderatssitzung wird auch darüber abgestimmt, ob das Karlstorkino nun mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof gemeinsam in die Südstadt umziehen muss. Das Medienforum e.V. als Betreiber des Kinos hatte sich klar für den Verbleib am jetzigen Standort ausgesprochen, ebenso wie der Bezirksbeirat Altstadt. Fast 5000 Unterschriften wurden gesammelt, um den Umzug zu verhindern.
Für unsere Fraktion ist das ein wichtiges Signal und wir setzen uns dafür ein, dass der soziokulturell bedeutende Standort am Karlstorbahnhof erhalten bleibt. Gerade für jüngere Menschen ist das Freizeitangebot in der Altstadt, abgesehen von den vielen Kneipen, überschaubar. Ich hoffe deswegen sehr, dass der Gemeinderat sich Donnerstag gegen diese Verlagerung aussprechen wird.

Schließung des Schwimmbad Clubs

Presseerklärung von „Linke & Piraten – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat“

Heidelberg, 7. Oktober 2015. Von der Schließung des Schwimmbad Clubs erfuhren auch wir Gemeinderäte erst aus der Zeitung. Wären wir rechtzeitig darüber informiert worden, wäre eine Rettung des Clubs vielleicht möglich gewesen. So verliert Heidelberg eine bedeutende Kultureinrichtung. Wir wünschen uns daher eine bessere Kommunikationzwischen Betreibern und Gemeinderat, um so etwas zukünftig zu verhindern. Bitte kontaktieren Sie uns, bevor es zu spät ist!Deshalb ist uns auch wichtig, was mit dem Gebäude des Karlstorbahnhofs passiert, wenn
er in die Südstadt umzieht. Wir finden, dass der Komplex ideal ist, um den längst versprochenen Raum für das seit fast 20 Jahren heimatlose Autonome Zentrum zu schaffen oder die lange geplante Jugendhalle in dem Gebäude einzurichten.