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PHV
Weiter abgelegen als das PHV geht es kaum. Dachte man jedenfalls ... Foto by Vs Heidelberg Photos (CC BY-SA 2.0)

Ankunftszentrum für Geflüchtete nicht ins Nirgendwo verlegen!

Unsere Stimme im Stadtblatt – von Sahra Mirow

Als Fraktion DIE LINKE/PIRATEN haben wir uns von Anfang an gegen eine Verlagerung des Ankunftszentrums in die Wolfsgärten ausgesprochen.

Am äußersten Stadtrand, eingekeilt zwischen Bahngleise und Autobahn und ohne Anbindung an die Stadt – gerade für traumatisierte Menschen ein völlig untragbarer Standort. So können und dürfen wir schutzsuchende Menschen nicht in Baden-Württemberg begrüßen, das gebietet die Menschlichkeit.

Warum eine Verlagerung innerhalb des jetzigen Geländes mit der Entwicklung von PHV nicht vereinbar sein soll, erschließt sich mir nicht.

Das „Bündnis Solidarische Stadt Heidelberg in Gründung“ ruft nun auf zu einer Mahnwache gegen die Verlagerung des Ankunftszentrums, am Mittwoch den 23.1. von 12-14 Uhr am Anatomiegarten. Ein gutes Signal!

 

PHV
Weiter abgelegen als das PHV geht es kaum. Dachte man jedenfalls ... Foto by Vs Heidelberg Photos (CC BY-SA 2.0)

Ankunftszentrum ist keine Autobahnraststätte

Presseerklärung von DIE LINKE/PIRATEN im Heidelberger Gemeinderat

Dem Ansinnen des Landesinnenministeriums, in den Wolfsgärten das neue Ankunftszentrum zur Registrierung von Flüchtlingen einzurichten, erteilt die Fraktion DIE LINKE/PIRATEN eine deutliche Absage.

Das Gewann Wolfsgärten ist kein humaner Ort für ein dauerhaftes Ankunftszentrum, sondern bestenfalls für eine Autobahnraststätte“, so Fraktionschefin Sahra Mirow. „Haben die Planer überhaupt bedacht, was es für die Betroffenen bedeutet, auf einer abgelegenen und unwirtlichen Fläche zwischen Auto- und Eisenbahn, weit weg von der Stadt untergebracht zu werden?“, so Mirow weiter.

Stadtratskollege Bernd Zieger hält zudem das damit gesendete politische Signal für fatal: „Das ist nicht die Art von Willkommenssignal, dass zu einer offenen Stadt passt. Es stimmt nun einmal nicht, dass die Ankommenden dort nur wenige Tage verbringen. Dieser Idealfall ist nicht die Regel. Vielmehr liegt die durchschnittliche Verweildauer bei mehreren Wochen“, so Zieger.

Die Fraktion plädiert stattdessen dafür, das Ankunftszentrum auf einer kleineren Fläche in PHV zu belassen und das Land finanziell bei der Gestaltung auch finanziell zu beteiligen. „Diesen Vorschlag halte ich von den bisherigen Optionen für die beste und humanste Lösung“, ergänzt Stadtrat Alexander Schestag.